Blauer Himmel, strahlende Sonne, Mittwoch Morgen, Glienicker Brücke, Nedlitz: ein perfekterRuder-Tag?

Fast, … und natürlich sind wir bei diesen idealen Bedingungen am Wasser oder besser gesagt am Eis :-). Denn am 7. Januar 2026, dem inoffiziellen Jahres-Anrudern der „Mittwoch-Früh-Aktiven“, lagen die Temperaturen weit unter 0° C, unser Steg war vollständig von einer dicken Eisschicht umgeben und zum Indoor-Alternativ-Sport lockte das Bootshaus mit abgelassenen Heizungs- und Wasserleitungen (aufgrund des großflächigen Stromausfalls in Wannsee und Zehlendorf seit 5 Tagen) definitiv nicht.

Blick auf die vereiste Havel

Martina wanderte bereits zu Hause los, da die Öffis ob der winterlichen Straßenbedingungen und gesperrten Autobahn unzuverlässig waren. Wannseebrücke vervollständigte sie Brigittes Auto, ein bis dahin unterbesetzter 3er+, mit Brigitte als „Steuerfrau“ sowie André und Hannah. Nach großem Hallo und Neujahrswünschen fuhren wir durch das (fast) stromlose Wannsee bis zur Glienicker Brücke, wo wir mit Uta und Albena gemeinsam unsere Nedlitz-Runde vom Ufer aus durch hohen Pulverschnee und auf teils vereisten Wegen bei bestem Wetter starteten. In den folgenden 3 Stunden erkundeten wir unsere vertraute Ruderstrecke aus einer ganz anderen Perspektive, vorbei an Schneemännern, einem eingefrorenen Bootsspielplatz, der Hannah sehr erfreute, und 2 kälteresistenten Ziegen. Als wir genug von sportlicher Betätigung unter dem Gefrierpunkt und in der Sonne unsere Vitamin D-Vorräte geboostert hatten, bot uns (und vielen anderen Wannseern „Stromflüchtlingen“) das Café „Freundschaft“ eine warme Suppe, Mittagessen oder auch nur heißes Getränk. Beim Zahlen der wärmenden Verpflegung stellten wir fest, dass die Feinmotorik unserer Hände trotz Handschuhen ziemlich eingeschränkt war, der sich das Portemonnaie widersetzte und nicht reagierte. Aber auch das schafften wir und wanderten zurück zu den Autos durch die spiegelglatten Nebenstraßen. An der Berliner Straße sammelten wir noch schöne Gläser für das Vereinshaus ein und unsere Wege trennten sich. Auf der Rücktour waren einige Wannsee-Ampeln immer noch aus, was nichts Gutes hoffen ließ, aber Albena fuhr trotzdem zu Astoria und – oh Wunder- vermeldete „Strom geht“.

Gruppe auf der Glienicker Brücke