Mit dem diesjährigen Abrudern haben wir am Sonntag offiziell den Sommer verabschiedet – und zwar auf die typische Astoria-Art: mit Herz, Chaos, Gemeinschaft und einer ordentlichen Portion Kartoffelsuppe.
Der Tag begann mit einer stillen, ehrlichen und sehr berührenden Rede von Hannah und ihren Worten, die direkt ins Herz gingen. Wir hielten inne und gedachten Helmut Knüppel und merkten, dass Erinnerungen manchmal stärker sind als Worte.
Danach ging`s los: die Zufallsauslosung der Boote. Mit Humor und sportlichem Ehrgeiz griffen alle in den von Christian und Stefan vorbereiteten Lostopf.
Das Wetter? Nun ja – sagen wir: dramatisch. Wind, grauer Himmel, Wellen – fast wie an der Nordsee. Geplant war, sich mit allen Booten Mitte Griebnitzsee zu treffen. Geklappt hat’s nicht ganz –zwei Boote machten früher kehrt, der Rest kämpfte sich tapfer durch. Aber auch das gehört zum Ritual: Hauptsache zusammen auf dem Wasser, Hauptsache draußen, Hauptsache Astoria.
Zurück an Land zeigte sich, was unseren Verein wirklich ausmacht: Viele Hände, kein langes Gerede. Boote wurden aus dem Wasser geholt, gereinigt, getrocknet, verräumt – während sich in der Küche schon der Duft von Suppe und Kuchen mischte.
Albena am Herd, Robin hatte den Clubraum schon am Vortag in Schuss gebracht, wurde nun gemeinsam der Tisch gedeckt: Kartoffelsuppe mit Einlagen, mitgebrachte Salate, Käseplatte und mehrere Kuchen von Uta, Sibylla, Thomas, Karola, Katja, Astrid und Rainer – kurz: ein Buffet, das keine Wünsche offen ließ. Während draußen Wind & Regen um das Klubhaus fegten, wurde drinnen gelacht, gegessen, erzählt. Es war warm, laut und herzlich. Und es duftete nach Zusammenhalt.
Dann kam Paul mit den Saisonpreisen: Er präsentierte die Kilometerleistungen, verlieh Urkunden und Blumensträuße und sorgte für spontane Jubelrufe. Schön war auch, dass unsere alten Herren gemeinsam mit ihren Partnerinnen am großen Tisch saßen – präsent und nicht nur still – sorgten sie doch mit einer spontanen, wohlklingenden Gesangseinlage für beste Unterhaltung und hatten sichtlich selbst Spaß daran.
Gegen 15 Uhr war klar: Das war’s: Boote in der Halle, Töpfe leer, Stimmung voll. Und als ob das noch nicht reichte, wurde – ganz im Astoria-Stil mit grossem Hallo – noch das Boot Mosel in den Klubraum getragen, um es drinnen zu Ende zu lackieren. Und während die letzten Teller gespült wurden, dachten wohl alle das Gleiche: So darf eine Saison enden – mit Teamgeist, Suppenduft und einem Gefühl von „Wir sehen uns wieder. Und die anderen leben in unseren Herzen weiter“.